Leistungsspektrum Geburtshilfe

Alles im Überblick

Was kann ich für mich und mein Baby tun?

Bereits wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, die reich an Vitaminen und Spurenelementen ist. Zur Ergänzung sollten Sie bereits vor der Empfängnis Folsäure zu sich nehmen. Während der Schwangerschaft sind auch ausreichend Calcium, Jod und Eisen wichtig. Alkohol und Rauchen sollten sie vermeiden. Medikamente sollten Sie nur nach Absprache einnehmen, da sie möglicherweise Ihr Baby schädigen können.

Gibt es neben den regulären Untersuchungen der Mutterschaftsvorsorge weitere Untersuchungen, die sinnvoll für mich und mein Baby sind?

Untersuchung auf Toxoplasmose

Der Parasit Toxoplasma gondii kann durch den Verzehr von rohem Fleisch, Kontakt mit Katzenkot, Genuss von Rohmilch oder ungewaschenem Obst und Gemüse übertragen werden. Eine Infektion verläuft für die Schwangere meist unbemerkt, kann aber für das Kind schwerwiegende Folgen haben. Damit eine Infektion während der Schwangerschaft festgestellt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden kann, empfiehlt sich eine Bestimmung der Antikörper gegen Toxoplasma gondii im Blut.

Untersuchung auf B-Streptokokken

Bei vielen Schwangeren lassen sich in der Vaginalflora B-Streptokokken nachweisen, die während der Geburt auf das Baby übertragen und schwere Infektionskrankheiten hervorrufen können. Beim Nachweis dieser Bakterien durch eine Abstrichuntersuchung kann eine vorsorgliche Antibiotika-Gabe unmittelbar vor der Geburt Ihr Baby davor schützen

Oraler Glucosetoleranz-Test (Zuckerbelastungstest)

Eine Zuckerkrankheit in der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden Problemen führen. Ihr Baby kann durch das vermehrte Zuckerangebot im Blut überdurchschnittlich an Größe und Gewicht zunehmen. Es kann zu Entwicklungsproblemen kommen, auch Fehlbildungen werden gehäuft beobachtet. Nach der Geburt sind die Kinder aufgrund der gesteigerten Insulinproduktion besonders durch Unterzuckerung gefährdet. Ein einfacher Test zwischen der 24. und 28. SSW kann feststellen, ob Sie und Ihr Baby gefährdet sind.

Ringelröteln

Obwohl es fast gleich klingt, sind Ringelröteln (Erythema infectiosum, Erreger Parvovirus B 19) und Röteln (Rubeola, Erreger Rötelnvirus) nicht das gleiche. Auch sie gehören zu den Kinderinfektionskrankheiten und verursachen häufig keine oder nur sehr unspezifische Symptome. Eine Infektion in der Schwangerschaft kann allerdings beim Ungeborenen eine schwere Blutarmut auslösen. Wird diese nicht erkannt, kann dies schwerwiegende Komplikationen zur Folge haben. Das Wissen über den eigenen Immunstatus ist daher hilfreich. Bei fehlendem Immunschutz sollte alle zwei Monate eine Blutuntersuchung erfolgen, um eine durchgemachte Infektion nicht zu übersehen.

Zytomegalie (CMV)

Diese Virusinfektion verursacht bei gesunden Erwachsenen nur selten Krankheitssymptome. Bei Infektionen in der Schwangerschaft besteht ein relativ hohes Ansteckungsrisiko für das Ungeborene, wobei nicht alle Infektionen zu schweren Erkrankungen des Neugeborenen führen. Daher sind bestimmte Hygienemaßnahmen für Schwangere ohne Immunschutz dringend empfohlen, um das Ansteckungsrisiko während der Schwangerschaft zu minimieren. Das Virus wird durch Speichel, Tränenflüssigkeit und Urin übertragen. Am häufigsten infizieren sich Schwangere beim Kontakt mit kleinen Kindern, die das Virus in hohen Mengen ausscheiden können. Durch konsequente Händehygiene nach dem Füttern, Wickeln etc. und Vermeiden von gemeinsamen Gläsern, Besteck o.ä. lässt sich eine Virusübertragung vermeiden.

Vitamin-D-Mangel

Leider lässt sich Vitamin D nicht ausreichend aus der Nahrung aufnehmen, auch wenn diese noch so ausgewogen und gesund ist. Vitamin-D kann unser Körper mithilfe von Sonnenlicht herstellen. Durch das Tragen von Kleidern, Aufenthalten in geschlossenen Räumen und den dunklen Herbst- und Wintermonaten leiden viele Menschen in unserer Gesellschaft an Vitamin-D-Mangel. Dies konnte in verschiedenen Studien der vergangenen Jahre nachgewiesen werden. Vitamin-D spielt eine bedeutende Rolle für unser Immunsystem und die Krebsabwehr, den Knochenstoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und für Nerven, Geist und Psyche.

Ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft begünstigt das Auftreten von Schwangerschaftsdiabetes, Gestose (Bluthochdruck mit Eiweißverlust über die Nieren, landläufig häufig als „Schwangerschaftsvergiftung“ bezeichnet), Scheideninfektionen mit dem Risiko für vorzeitige Wehen und insgesamt dadurch die Gefahr einer Frühgeburt. Ferner konnte man eine höhere Kaiserschnittrate bei Gebärenden mit Vitamin-D-Mangel beobachten.

Die meisten Vitaminergänzungsmittel für Schwangere enthalten daher mittlerweile Vitamin-D. Bei einem echten Mangel reicht diese Dosis allerdings nicht aus, um eine gute Versorgung sicherzustellen. Darüber hinaus variiert der tatsächliche Bedarf individuell sehr stark. Daher wird zur Bestimmung der persönlichen Ausgangssituation ein Labortest empfohlen. Der notwendige Bedarf kann so ganz leicht festgestellt werden. Eine Ergänzung erfolgt dann mit zusätzlichen Vitamintabletten. Den Erfolg der Supplementierung kann man dann über weitere Bluttests im Verlauf kontrollieren.

Akupunktur

In der Schwangerschaft treten häufig typische Beschwerden, wie z.B. morgendliche Übelkeit und Erbrechen, Wassereinlagerungen an Händen und Füßen, Rückenschmerzen u.v.m. auf.
Da man aus Rücksicht auf das Ungeborene sehr zurückhaltend mit Medikamenten sein möchte, kann Akupunktur eine gute Alternative zur Linderung der Beschwerden bieten.

Auch zur Geburtsvorbereitung ist die Akupunktur eine sehr wertvolle Methode: Sie verkürzt die Geburtsdauer durch eine Verkürzung der Eröffnungsperiode bedingt durch eine verbesserte Reifung des Gebärmutterhalses. Bei problemlosem Schwangerschaftsverlauf wird ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche wöchentlich eine Akupunktur nach dem Mannheimer Schema nach Römer durchgeführt.

Ultraschall-Untersuchungen / 3-D/4-D Ultraschalluntersuchung

Neben den drei Ultraschalluntersuchungen innerhalb der Mutterschaftsvorsorge (9.-12. 19.-22. und 29.-32. SSW) kann ich Ihnen jederzeit eine Ultraschalluntersuchung als individuelle Gesundheitsleistung anbieten. Auf diese Weise können wir das Wachstum und die Entwicklung Ihres Kindes engmaschiger beobachten.